Es ist Anfang Mai und wenn du mir auf Instagram folgst, wirst du mitbekommen haben, dass mein Umzug naht! So bin ich schon dabei, meine ganze Wohnung auf Vordermann zu bringen, Gegenstände zu verkaufen oder zu verschenken und natürlich auch die Küche genau unter die Lupe zu nehmen. In meinen Schränken ist noch weniger als sonst zu finden und einige Lebensmittel kaufe ich nun in der letzten Woche gar nicht mehr ein, da ich so wenig wie möglich transportieren möchte.

Zu einem Umzug gehört natürlich nicht nur, die alte Küche zu leeren, sondern auch die neue zu füllen! Auf Instagram habe ich euch befragt, ob ihr an meiner Ausstattung für den dortigen Vorratsschrank interessiert seid. Das Ergebnis war eindeutig: ja! Das freut mich natürlich sehr, dass ihr meine favorisierten Lebensmitteln, ohne die in meiner Küche gar nichts geht und ich mich nicht heimisch fühle, kennenlernen wollt. Und anstatt eine sperrige Liste zu schreiben, die ich nicht mit dezidierten Inhalten und Kommentaren füllen kann, kam mir spontan die Idee eines Blogeintrags! Also los geht´s, ich führe dich durch meine Küchenschränke 🙂

Minimalismus durch und durch

Wer mich kennt weiß: ich bin ein großer Fan vom Minimalismus! Nicht nur meine Kleiderauswahl und Dekorationen sind übersichtlich, auch die Ausstattung in der Küche ist dementsprechend. Sofern es das Adjektiv „vorratsarm“ gibt, würde ich dieses gerne für mich beanspruchen. Das heißt im Detail: die Regale und Schubladen in meiner Küche sind alles andere als überladen, es gibt keine doppelten Nudel-Packungen oder wegen Sonderaktionen dreifach gekaufte Nussmischungen. In einem wirklichen Notstand wäre ich ziemlich schnell verhungert und auch die populäre Corona-Hortungs-Strategie ist an mir gnadenlos vorbeigezogen. Das einzige, was ich wirklich in einem akuten Notfall horten würde, wäre wahrscheinlich Tiefkühlgemüse. Und weil meine Kühltruhe über ständige Unterbesetzung klagt, wären wohlgefüllte Fächer mit Brokkoli, Kaisergemüse und Erbsen in jedem Fall ein Once-in-a-lifetime-Moment.

Warum ich so wenig zuhause habe? Das hat tatsächlich einige Gründe.

Zu allererst bin ich ein sparsamer Mensch, der aber das Einkaufen von guten Nahrungsmitteln liebt. Das heißt auch im Umkehrschluss: Wenn ich meine Liebe zum Lebensmittel Shopping regelmäßig ausüben möchte und gleichzeitig keine großartigen Mengen zuhause haben will, kann ich auch den Ort der Begierde – den Supermarkt – oft aufsuchen.

Zudem schätze ich den Wert von Lebensmitteln sehr, so wurde ich erzogen. Bei uns wurde nie etwas weggeschmissen und genauso handhabe ich es auch seit meinem Auszug aus der Kinderstube. Es wäre mir viel zu schade um die ausgegebenen Euros für die köstlichen Bio-Lebensmittel. Nebendran ist es natürlich alles andere als nachhaltig, etwas zum Essen einfach wegzuwerfen. Und da Nachhaltigkeit einer meiner Top-Werte ist, kann ich das auch gar nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

Eine minimalistische Einstellung ist aus meiner Sicht auch für Nahrung absolut vorteilhaft. Denn nur um das, was ich auch wirklich zuhause habe, muss ich mir Gedanken haben. Einen Blick aufs MDH muss ich nie werfen, denn wie soll etwas schlecht werden, wenn es doch so bald verzehrt wird? Insofern ist es doch eine Win-Win Situation für alle Beteiligten 🙂

Hinzu kommt, dass ich wahrscheinlich viel zu großes Vertrauen in unsere Lebensmittelindustrie habe: es wird schon genug für alle da sein! Und so ist es doch auch – in Deutschland haben wir ja sogar eine Lebensmittelüberproduktion, wenn man sich die ganzen vollen Container ansieht, die bei nächtlichen Uhrzeiten von Lebensmittelrettern geleert werden.

Lebensmittel, ohne die ich nicht kann

Soweit erstmal zur generellen Lage in meiner Küche, die Minimalismus hin und Sparsamkeit her mit köstlichen Lebensmitteln gefüllt werden muss. Trotz des gängigen Spruchs, Veganer würden nur Steine und Gras essen :p

Um es so übersichtlich wie möglich zu machen und dennoch Platz für ein paar Kommentare zu haben, teile ich meine Vorratsliste in drei Kategorien: Getreide & Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Süßes & Nüsse sowie Kochen & Backen.

Hervorragende Beilagen mit gleichzeitiger Proteinzufuhr: Getreide & Hülsenfrüchte

Ich bin ein wirklicher Getreide Fan, weil es einfach super viele leckere und nährstoffreiche Produkte in dieser Kategorie gibt! Dabei achte ich, außer wenn ein Rezept es zwingend erfordert, immer auf die Vollkornvariante. Nicht nur weil sie nährstoffdichter ist als die ausgemahlene Version, sondern auch weil mir Vollkorn viel besser schmeckt. Das ist letztlich auch eine Gewöhnungsfrage, denn ich höre sehr oft, dass Vielen die vollwertige Variante nicht lecker finden.

Welches Lebensmittel es aber nur in der Vollkorn-Variante gibt sind Haferflocken! Sie sind für mich unverzichtbar fürs Porridge, zum Verbacken in Pancakes oder als schneller, süßer Nachtisch am Abend. Unabdinglich ist natürlich auch der passende pflanzliche Drink dazu: Hafer, am besten noch mit zusätzlichem Calcium, ist mein absoluter Favorit. Ab und zu finden sich zudem Soja- oder Dinkelflocken in meinem Schränkchen, wenn ich Appetit auf mehr Crunch habe.

Mehr als ab und an sind jedoch getrocknete Hülsenfrüchte zu finden! Das sind dann meist Kichererbsen, grüne Erbsen oder Linsen. Eine Packung ist immer im Haus, die dann einmal wöchentlich ganz und gar fertig gekocht wird. Im Fall von Linsen natürlich nicht, die brauchen ja nicht länger als 10 Minuten und sind damit schnell verfügbar.

Als weitere Kohlenhydrat-Quellen sind abwechselnd Hirse, Maisgrieß, Reis, Quinoa oder Pasta zu finden. Je nachdem, wie der Appetit oder die Rezeptidee sich gerade zu Wort meldet. Und auch Mehl nimmt eine sehr wichtige Rolle ein! Da ich ein großer Brotback-Fan bin und auch Pancakes nicht verschmähe, muss es immer im Hause sein. Meist verbacke ich gleich die ganze 1kg Packung zu Brötchen und friere den Großteil dann ein, um mehrere Tage davon zehren zu können. Dafür nehme ich im Übrigen keinen Gefrierbeutel, ganz zur Verwunderung meiner Oma, die es nicht glauben kann, dass meine Gebäckstücke keinen Gefrierbrand erleiden. Nach vollständiger Abkühlung werden sie einfach ins (ansonsten leere) Fach geworfen und fristen ihr Dasein.

Für Toppings und Nachtisch immer zu haben: Trockenfrüchte, Süßes & Nüsse

Das Vorkommen dieser Lebensmittel in meinen Schubladen basiert im Grunde auf einer besonderen Eigenheit von mir. Ich liebe die Kombination aus Nüssen, Trockenfrüchten und Schokolade zum Nachtisch. Dann stelle ich mir in einer kleinen Schale von jedem etwas zusammen und nasche es vor dem Fernseher.

Bei den Trockenfrüchten dürfen Rosinen nicht fehlen! Sie finden ihren Platz regelmäßig im Porridge. Ansonsten wechsle ich gerne zwischen Datteln, Feigen und Aprikosen. Die Entscheidung treffe ich meist erst vor dem Regal im Supermarkt, je nachdem wonach es mir gerade lüstet. Ähnlich ist es bei den Nüssen: mal sind es Haselnüsse, mal Mandeln. Immer im Hause sind allerdings Paranüsse! Sie sind die allerbeste Selen Quelle im Rahmen der veganen Ernährung und gleichzeitig geschmacklich meine  liebste Wahl. Dennoch nimmt auch Nussmus eine wichtige Rolle in meinem Schränkchen ein – vor allem aus Erdnüssen. Daran führt wirklich kein Weg vorbei und der Platz muss immer ausgefüllt sein! Zudem haben Sonnenblumenkerne ihren Stammplatz, da ich sie gerne angeröstet für Salate verwende oder Aufstriche daraus herstelle.

Leinsamen sind zwar keine Nüsse, aber dennoch ziehe ich sie mal zu dieser Kategorie hinzu. Sie dürfen auch wirklich niemals fehlen, sind sie doch ein essentieller Bestandteil von Porridge oder Pancakes!

Wer genau gelesen hat, wird die dritte Komponente meines süchtigmachenden Trios schon vermisst haben: Schokolade! Sie muss in diesem Falle mindestens 70% Kakaoanteil haben, denn die bittere Variante habe ich deutlich lieber als die süßeren Tafeln.

Auch Marmelade muss ich noch in diese süße Kategorie werfen, auch wenn sie nicht wirklich reinpasst. Dennoch muss ich ihren Status als Must-Have verkünden. Ohne sie fühlt sich meine Küche nicht komplett an – esse ich sie doch zu gerne auf dem Brötchen!

Grundlegendes zum Kochen & Backen

Es gibt Lebensmittel, ohne die kommt kein Koch und keine Köchin aus! In meinem Falle sind das so einige. Welches besonders hervorgehoben muss, ist der Senf. In meinen minimalistischen Brotzeiten ist er neben Margarine und frischem Gemüse der Hauptdarsteller überhaupt. Auch in Dressings oder für Bratlinge darf er für die nötige Bindung niemals fehlen. Ähnliches gilt auch fürs Tomatenmark, das vergleichbare Fähigkeiten hat und bei mir für eine schnelle Tomatensauce immer seine Daseinsberechtigung haben wird! Wenn wir jetzt beim Kochen bleiben, gibt es noch einige weitere Favoriten: Sojasauce, Hefeflocken, Zitronensaft sowie Apfelessig. Letztere beiden habe ich noch nicht allzu lange auf meiner Must-Have List. Sie verfeinern wirklich jede Speise, über Salat bis hin zum Auflauf! Obendrein sorgen ihre organischen Säuren auch noch für eine verbesserte Nährstoffaufnahme – könnte es denn besser sein?!

Wer ordentlich kochen will, braucht natürlich auch Gewürze! Hier wage ich regelmäßig Spontankäufe, wenn mir die Komposition gefällt. Dennoch dürfen einige Kandidaten niemals zuhause fehlen: frischer Pfeffer in der Mühle, Kala Namak, geräucherte Paprika, italienische Kräuter, Curry, Chili sowie Zimt für süße Speisen. Auch wenn Salz nicht zu den Gewürzen zählt, muss es in der mit Jod angereicherten Variante immer zuhause sein. In der rein pflanzlichen Ernährung ist es unverzichtbar, wenn man ansonsten keine Jodquellen z.B. in Form von Tabletten zu sich nimmt oder Erkrankungen der Schilddrüse hat. Als salzige, geschmacksgebende Zutat darf natürlich auch Gemüsebrühe nicht fehlen! Diese lässt sich auch selber machen, aber ich greife schon lange auf das Pulver zurück.

Auch das passende Öl ist für einen ordentlichen Kochvorgang nötig. Meine Favoriten sind Oliven-und Rapsöl, die ich sowohl für die kalte als auch warme Küche verwende. Den Geschmack von beiden habe ich sehr gerne und nehme natürlich auch die wertvollen Polyphenole und Omega-3-Fettsäuren gerne mit.

Fertig mit dem Kochen – machen wir mit den Backutensilien weiter. Dabei muss ich gestehen, dass ich fernab von Brot & Brötchen quasi nie backe. Dennoch habe ich einige Dinge im Schrank, die nicht nur für Gebäck sinnvoll sind: Backpulver nutze ich für fluffigere Pancakes, Kakaopulver wird für Schoko-Joghurts oder Porridge rekrutiert und Speisestärke zum Andicken von Saucen.

Und was ist mit Getränken?

Tja, und wie sieht es mit den flüssigen Lebensmitteln aus? Wie oben schon erwähnt sollte ein Haferdrink bei mir immer verfügbar sein. Ansonsten habe ich aber keine klassischen Getränke zuhause. Weder Saft noch Bier oder Limonaden finden sich wieder. Wasser mag ich am liebsten ohne Sprudel und bediene mich daher gerne kostengünstig und ohne große Transportmühen am Wasserhahn. Mit heißem Wasser gieße ich mir gerne Tee auf und auch für Kaffee sollte immer gesorgt sein. Loser Tee oder auch Beutelchen sowie Kaffeepulver brauchen also auch etwas Platz. Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass der Bedarf an Verstauungsmöglichkeiten für Getränke gegen null geht.

Puh, ich glaube das war es – Anspruch auf Vollständigkeit gebe ich nicht! Was aber auf jeden Fall gilt: es kann immer nur gegessen werden, was auch da ist 😀 Wenn du also deine Ernährung vollwertiger und pflanzlicher gestalten möchtest, achte immer darauf, dass die favorisierten Lebensmittel auch zuhause sind! Zusätzliche Unterstützung gebe ich dir sehr gerne in meinen individuellen Ernährungs Coachings 🙂

Nun bin ich gespannt – wie organisierst du denn deine Vorräte und was darf niemals fehlen? Freue mich auf jeden Kommentar 🙂

 

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